Zimmer ohne Rechnung und Bargeld im Kuvert: Am Dienstag führte der Block-Prozess tief hinein in die Welt eines Luxushotels jenseits regulärer Abläufe. Außerdem wollten zwei Anwälte wissen, gegen welchen Vorwurf sie verteidigen sollen.

Der Platz von Stephan Hensel, Christina Blocks Ex-Mann und Nebenkläger, blieb am 29. Verhandlungstag leer. Im Mittelpunkt der Beweisaufnahme am Dienstag standen zwei ehemalige Mitarbeiter des Hotels Grand Elysée, welches zur Block-Gruppe gehört. Als Zeugen traten der ehemalige Hoteldirektor sowie ein früherer Leiter des Empfangsbereichs auf.

Der Ex-Direktor, der von Juni 2022 bis Sommer 2023 in dieser Funktion tätig war, machte den Anfang. Er schilderte den Aufenthalt zweier Gäste, der sich von Beginn an vom üblichen Hotelbetrieb abgehoben habe. Initiiert habe diesen Aufenthalt der mitangeklagte Anwalt der Familie Block, der gleichzeitig Aufsichtsratschef der Block-Gruppe ist. Der Auftrag habe gelautet, zwei Einzelzimmer zu reservieren – „um alles Weitere kümmert er sich“, so der erste Zeuge.

Entsprechende Dokumente der zwei Gäste seien nicht vorgelegt worden, er habe sich deshalb Namen „ausdenken“ sollen. Entsprechend seien in der Gästeliste nur Aliasnamen erfasst worden – ein Check-in, “der nicht ordnungsgemäß ablief“, so der Ex-Direktor.

Die zwei Gäste, die Englisch sprachen und deren Herkunft der Zeuge nicht benennen konnte, seien sofort aufgefallen: Während das Elysée ein klassisches Businesshotel sei, in dem Gäste durchschnittlich „1,4 Nächte“ blieben, habe es sich bei diesen zwei Personen um einen deutlich längeren Aufenthalt gehandelt. 

Bei Fragen hieß es: „Es wird sich drum gekümmert“

Besonders bemerkenswert: Trotz erheblicher auflaufender Kosten habe es keine Sicherheiten gegeben. Für jeden der zwei Gäste sei zwar ein eine Art internes Konto geführt worden, doch Nachfragen, wann die zwei denn bezahlen und wie lange sie noch bleiben würden, seien stets mit dem Hinweis abgebügelt worden, es werde sich „drum gekümmert“. Der damalige CEO des Hotels, der ebenfalls bereits vernommen wurde, sei ebenfalls informiert gewesen, so der Ex-Direktor. Für ihn hätten sich daraufhin keine weiteren Fragen mehr gestellt, für ihn sei die Angelegenheit damit „abgehakt“ gewesen.

Die Vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt hakte nach, ob solche Weisungen von Aufsichtsratsmitgliedern üblich gewesen seien. „Ganz klares Nein“, so der Zeuge. Auf die Frage, ob ihm sonst noch Unübliches aufgefallen sei, schilderte der Mann, Christina Block habe sich während des langen Aufenthalts der Gäste mehrfach im Hotel mit „Olga“ getroffen – „fünf, sechs Treffen“ sollen es gewesen sein. „Olga“ ist eine Mitarbeiterin der israelischen Sicherheitsfirma Cyber Cupula, deren Chef David Barkay am 24. Verhandlungstag ausgesagt hatte.

Zudem erinnerte sich der Ex-Direktor, dass Block im Hotel nach einem Fahrer und einem Multivan für eine geplante Reise nach Dänemark gefragt habe. Block klärte am Dienstag gleich auf: Es habe ein Protest in Dänemark stattfinden sollen, ihrer Aussage nach gemeinsam mit dem Aktionsbündnis gegen Eltern-Kind-Entfremdung „Genug Tränen“.

Auch von einer auffälligen Bargeldangelegenheit berichtete der Ex-Direktor. Demnach habe Block einmal kurzfristig um einen Barbetrag von 10.000,- Euro gebeten. Das Geld sei in einem Kuvert an der Rezeption hinterlegt worden – und schon am nächsten Tag wieder zurück gewesen. Das wirft nicht nur die Frage auf, wozu diese große Summe Bargeld gedient haben mag. Es fördert auch einen Widerspruch zu Tage: In einer polizeilichen Vernehmung im Jahre 2024 hatte der Zeuge noch von 5.000 Euro Bargeld im Kuvert gesprochen. Nach eigenen Angaben habe er aber am Dienstagmorgen noch in der Bild-Zeitung einen Artikel gelesen, in dem von 10.000 Euro die Rede gewesen sei. 

5.000 Euro Differenz? Für die Verteidiger eine willkommene Angriffsfläche. Sie ordneten die mediale Berichterstattung rund um den Block-Prozess als fremdsuggestiv ein. Zeugen könnten sich gar nicht mehr erinnern, was sie tatsächlich beobachtet hätten und welche Informationen aus der Zeitung stammten. Dr. Sascha Böttner, Anwalt des mitangeklagten Israelis, brachte es in seiner anschließenden Stellungnahme auf den Punkt: Man müsse den „Blick dafür schärfen, mit welchen Problemen wir hier bei den Zeugenaussagen befasst sind.“ Damit bezieht er sich darauf, dass in Medien über voraussichtliche Inhalte von Zeugenaussagen noch vor der gerichtlichen Vernehmung berichtet wird, so wie es bereits zur Vernehmung Barkays geschehen war. Aussagen könnten, so Böttner, nicht verwertet werden, „ohne dass sie von Sachbeweisen getragen sind.“

Ex-Empfangsleiter: „Identitäten strikt unter Verschluss gehalten“

Der zweite Zeuge, ehemaliger Empfangsleiter des Hotels, bestätigte viele der beschriebenen Unregelmäßigkeiten und ergänzte noch weitere. So habe es etwa auch keine Meldescheine gegeben, keine eingebuchten Raten, die Zimmer seien, um im Hoteljargon zu bleiben, faktisch „durchgelaufen“. Teilweise seien sogar „drei bis vier Leute eingebucht“ gewesen, ständig hätten Namen und Personen gewechselt. Anweisungen, wer wann wo einzubuchen sei, seien über „Olga“ und die damalige Leiterin des Empfangsbereichs gekommen.

Besonders fragwürdig: Die Identität der Gäste sei „strikt unter Verschluss gehalten“ worden. Das angestellte Personal habe nie gewusst oder auch nur erahnen können, wer die Gäste seien und was sie im Hotel zu suchen hätten. Der Name des Familienanwalts sei in diesem Zusammenhang immer wieder gefallen. Die Zimmer seien irgendwann über ein spezielles Kontingent „verwaltet“ worden, welches auf den Namen des Familienanwalts gelaufen sei. 

Auch der Empfangsleiter sagte, dass Block einmal nach 10.000 Euro in bar gefragt habe. Der Betrag sei zusammengesammelt worden aus dem Safe und mehreren Kassen des Hotels. Auch er sagt: „Das Geld kam definitiv wieder rein“. Block habe dabei offen gehandelt, „nicht im Versteckten“.

Anwälte kritisieren Anklage: „Worin genau soll der Tatvorwurf liegen?“

Einen weiteren Schwerpunkt des Verhandlungstages setzten die Anwälte der mitangeklagten Cousine Blocks und ihres Ehemannes. Sie beendeten für ihre Mandanten die am vergangenen Verhandlungstag gestellten Anträge auf klarere Positionierung und nähere Einordnung der zur Last gelegten Tatbeiträge. Die Kritik der Anwälte: Man wisse gar nicht genau, gegen welchen Vorwurf sie verteidigen sollten. Die Anklageschrift lasse nämlich sehr offen, worin das strafbare Verhalten im Einzelnen liegen solle und in welchem rechtlichen Rahmen es verortet werde. Unter den gegebenen Umständen sei keine effektive Verteidigung gem. Art. 6 Abs. 3 lit. c Europäische Menschenrechtskonvention möglich.

Staatsanwältin Mona Paul wies die Kritik zurück. Die Anklage werde der Umgrenzungsfunktion gem. § 200 Abs. 1 Satz 1 Strafprozessordnung (StPO) vollumfänglich gerecht. Es bestehe kein Anspruch auf eine rechtswissenschaftliche Abhandlung. Eine Anklageschrift müsse weder eine abschließende Beweiswürdigung enthalten noch sämtliche rechtlichen Erwägungen vornehmen. Sollte die Verteidigung eine rechtliche Einordnung durch die Kammer verlangen, habe dies „nichts mehr mit der Umgrenzungsfunktion der Anklage zu tun.“

Unberücksichtigt bleibt dabei, dass die Kammer nach §§ 203, 199 Abs. 1 StPO gerade im Zwischenverfahren überprüfen muss, ob die Anklage die notwendigen Mindestanforderungen erfüllt, wenn sie über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheidet. Als Rechtsanwalt Reinhard Daum, Verteidiger von Blocks Cousine, und weitere Verteidiger den Antrag erneut präzisierten und sich dabei direkt an Staatsanwältin Paul wandten, reagierte diese nicht, sondern blickte demonstrativ zur Seite. Daum brachte die Verteidigerposition auf eine knappe Formel: „Was ist die Kernargumentation, mit der wir uns befassen sollen? Wir sind vollkommen unschlüssig.“

Besonders ratlos zeigten sich die Verteidiger bei der rechtlichen Einordnung des behaupteten Tatgeschehens. So soll etwa der angeklagte Tatbeitrag der Cousine und ihres Ehemannes erst nach Beendigung der Tat erfolgt sein – nämlich nach der Inobhutnahme der Kinder durch die Behörden. Dabei gehe es im Block-Prozess doch gerade um mögliche Kindesentziehung, als die Kinder in der Silvesternacht 2023/24 aus Dänemark nach Deutschland geholt wurden. Laut den Verteidigern bleibe offen, wie dieser zeitliche Versatz für eine Anklage ausreichen soll: Wenn der Tatbeitrag erst nach Tatbeendigung liege, stelle sich die Frage, worin überhaupt noch eine strafbare Beteiligung liegen könne. Aufgelöst wurde diese Frage am Mittwoch nicht mehr.

Weiter geht es im Prozess am Donnerstag, den 15. Januar 2026. 

Tag 1 – Prozessauftakt: Hat sie die Entführung ihrer Kinder in Auftrag gegeben? In Hamburg hat der Prozess gegen Steak-House-Erbin Christina und weitere Angeklagte begonnen. Die Verteidigung macht der Staatsanwaltschaft viele Vorwürfe.

Tag 2 – Strafprozess gegen Christina Block vorerst unterbrochen: Eigentlich war eine Einlassung der Block-House-Erbin angekündigt, doch der Prozess gegen Christina Block wurde unterbrochen. Grund ist ein Streit um die Nebenklage ihrer 14-jährigen Tochter. Die Verhandlung wird am 25. Juli fortgesetzt.

Tag 3 – „Du hast mich fertig gemacht“: „Ich habe die Entführung meiner Kinder weder beauftragt noch gewollt“: Über mehrere Stunden ließ sich Christina Block vor der Strafkammer des LG Hamburg ausführlich im Entführungsprozess gegen sie ein und schilderte ihre Sicht der Dinge.

Tag 4 – „Sie haben meiner Tochter einen Alarmknopf um den Hals gehängt“: Im „Block-Prozess“ schildert Christina Block ihre verzweifelten Pläne, ihre Kinder zurückzuholen – von Bootsfahrten bis Maskenbildner. Im Fokus: Freundin „Olga“, 120.000 Euro Bargeld und der Vorwurf eines Alarmknopfs um den Hals der Tochter.

Tag 5 – „Ich habe die schlechteste Position, meine Kinder jemals wiederzusehen“: Routine im Saal, aber offene Fragen im Verfahren: Christina Block antwortet ausweichend, schildert Erinnerungslücken und wirft ihrem Ex-Mann Manipulation vor. Die Rolle der Cyberfirma bleibt ungeklärt. 

Tag 6 – „Ich werde von nun an insgesamt schweigen“: Am sechsten Verhandlungstag im Kindesentführungsprozess verweigerte Christina Block alle Antworten auf Fragen der Nebenklage. Prozessuale Fragen, Framing- und Manipulationsanschuldigungen dominierten im aufgeladenen Gerichtssaal. 

Tag 7 – „Bestrafen Sie mich“: Der Mitangeklagte und in Untersuchungshaft befindliche Tal S. gibt an, die Block-Kinder nur gerettet haben zu wollen. Er übernahm für die Entführung volle Verantwortung und appellierte an den Vater, „Frieden zu stiften“.

Tag 8 – „Sie wirkte wie im Traum“: Der Angeklagte Tal S. schildert am achten Verhandlungstag, wie er den Kindern Klebeband über Mund und Hände legte – bei dem Mädchen „härter“, als es nicht kooperierte. Später gerieten Blocks Verteidiger und die Vorsitzende noch aneinander.

Tag 9 – „Hätte niemals gedacht, als rechtstreuer Bürger jemals vor Gericht zu stehen“: Im Block-Prozess bestreiten ihr Lebenspartner Gerhard Delling, Cousine Uta B. und Sicherheitsunternehmer P. jede Beteiligung an der Entführung der Block-Kinder. Vater Hensel spricht derweil von Gewalt und „Todesangst“ in der Silvesternacht.

Tag 10 – „Zum Glück hatte ich meine Hände schützend vor dem Gesicht“: Blocks Ex-Ehemann beschreibt im Hamburger Entführungsprozess Schläge, Tritte und die Schreie der gemeinsamen Kinder in der Silvesternacht. Zudem wirft er Christina Block häusliche Gewalt vor, dem die Hauptangeklagte widersprach.

Tag 11 – „Unsere Verteidigerpflicht ist, das Wort zu erheben, wenn es notwendig ist“: Im Prozess gegen Christina Block entbrennt eine hitzige Auseinandersetzung um Verteidigerrechte. Nebenkläger Hensel berichtet über die psychische Belastung der Kinder mit Aussagen, die stellenweise für Irritationen im Saal sorgten.

Tag 12 – „Wir haben Kinder, die funktionieren“: Am zwölften Verhandlungstag ging die Befragung Stephan Hensels weiter. Er musste sich Vorhalte machen lassen, die ins Persönlichste gingen. Eine Verteidigerin lockte den Nebenkläger mit ihren Fragen sichtbar aus der Reserve.

Tag 13 – „Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie etwas Böses wollten“: Am dreizehnten Verhandlungstag des Block-Prozesses sorgt die Befragung von Nebenkläger Stephan Hensel erneut für Streit im Saal: An die Presse geleakte Akten, § 55 StPO, und ein ungewöhnlich emotionales Statement eines israelischen Mitangeklagten.

Tag 14 – „Alles, was aus Deutschland kam, wurde verteufelt“: Am vierzehnten Verhandlungstag im Block-Prozess dominiert die juristische Kontroverse zum Umgang mit Handydaten. Block präsentiert sich kämpferisch, attackiert Hensel und bittet eindringlich, ihre Tochter nicht öffentlich aussagen zu lassen.

Tag 15 – Augenzeugen schildern Entführung der Kinder: Am 15. Verhandlungstag berichten Augenzeugen von der Entführung in der Silvesternacht 2023/24, während ein emotionaler Brief der Großeltern und Erklärungen zu psychischer Belastung der Kinder sowie Blocks Einlassungen für Spannung sorgen.

Tag 16 – „In so einer rekordverdächtigen Zeit bin ich noch nie aufgeflogen“: Ein Sicherheitsberater berichtet über die Observation der Block-Kinder in Dänemark, sein Auffliegen vor Ort, einen riskanten Plan und ein heikles Mittagessen mit Anwälten: Einblicke in den 16. Verhandlungstag des Block-Prozesses.

Tag 17 – „Das ist alles nicht meine Kanne Bier“: In welchem Verhältnis standen deutsche und israelische Sicherheitsfirmen? Aufschluss darüber sollte die Befragung des nächsten Zeugen im Block-Prozess geben. Außerdem gab es erneut Streit darum, ob Datenträger ausgewertet werden durften.

Tag 18 – „Die ganze Sache ist nicht mein cup of tea“: Wie ist der Kontakt zur Firma zustandegekommen, die die Block-Kinder in der Silvesternacht 2023/24 gewaltsam nach Deutschland geholt haben soll? Am Mittwoch sagte ein geheimnisvoller Zeuge aus, der „in höchsten Sicherheitskreisen“ verkehrt.

Tag 19 – „Eine nicht mehr hinnehmbare Verletzung der Unschuldsvermutung“: Während der ehemalige Chef des Bundesnachrichtendienstes seine Aussage verweigert, flammt der Streit über die ausgelesenen Handydaten von Christina Block wieder auf: Mehrere Verteidiger stellen Befangenheitsanträge am 19. Prozesstag.

Tag 20 – „Wer hat mit der israelischen Sicherheitsfirma gesprochen?“: 20. Tag im Block-Prozess: Gericht und Staatsanwaltschaft würgen eine Erklärung Christina Blocks ab. Außerdem berichten Zeugen von ungewöhnlichen Hotelübernachtungen im Elysee-Hotel. Wer hatte Kontakt zur israelischen Sicherheitsfirma?

Tag 21 – Warum die Vorsitzende der Steakhouse-Erbin mit Haftbefehl drohte: Im Block-Prozess dreht sich an Tag 21 alles um die mysteriöse israelische Sicherheitsfirma, massive Zweifel an IT-Warnungen und eine scharfe Ansage der Vorsitzenden: Christina Block geht in Haft, wenn sie weiter Kontakt zu Zeugen hat.

Tag 22 – Audioaufnahmen aus der Silvesternacht 2023/24 erschüttern den Saal: Im Mittelpunkt von Tag 22 stand die Inaugenscheinnahme mehrerer Audioaufzeichnungen nach § 86 StPO. Die Dateien dokumentieren in Tonaufnahmen dramatische Minuten einer Entführung.

Tag 23 – „Hier lügt jemand“: Christina Block soll den Auftrag erteilt haben, zwei ihrer Kinder aus der Obhut des Ex-Manns zu entführen. Dessen neue Ehefrau wendet sich als Zeugin direkt an die Angeklagte – und spricht am 23. Verhandlungstag von „Todesangst“ der Tochter.

Tag 24 – „BKH – Bring Kids Home“: Zuschauergedrängel, doppelte Sicherheitskontrollen, gespannte Blicke. Im Mittelpunkt: Die Vernehmung von David Barkay, Geschäftsführer der Firma, die die Block-Kinder entführt haben soll. Am Ende des Tages gibt es eine böse Überraschung.

Tag 25 – „Operation Golden Ice #5″ und der Moment der Entscheidung: Am 25. Prozesstag schildert der Organisator der Entführung minutiös den Ablauf und wie die Aktion fast abgebrochen worden wäre. Sein Narrativ der Gewaltfreiheit gerät ins Wanken, als die Vorsitzende seine Aussage Punkt für Punkt prüft.

Tag 26 – „Ich bin erleichtert, dass Sie jetzt tun, was getan werden muss“: Klare Fragen, knappe Antworten: Am 26. Prozesstag gerät Cyber Cupula-Chef Barkay unter Druck. Es geht um kostenlose Unterbringung, Gratisbüro, Chats und Kameras in Dänemark – und die Grenze zwischen Informationsbeschaffung und Entführung.

Tag 28 – „Dass Hensel die Kinder isoliert hat, war eine Machtdemonstration“: Am 28. Verhandlungstag haben im Block-Prozess Ex-Mitarbeiterinnen des Hamburger Jugendamts ausgesagt. Sie werfen Blocks Ex-Mann vor, höchst unkooperativ gewesen zu sein. Diese Vorgeschichte sei eine „Zäsur“, sind sich die Verteidiger einig.

Zitiervorschlag

Ex-Hotelmitarbeiter sagen im Block-Prozess aus:

. In: Legal Tribune Online,
13.01.2026
, https://www.lto.de/persistent/a_id/59053 (abgerufen am:
14.01.2026
)

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