Appell in NRW

Aachener Bündnis unterstützt Kampagne für AfD-Verbot

10.02.2026 – 14:43 UhrLesedauer: 1 Min.

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AfD-Logo (Symbolbild): Die Partei wurde 2025 vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft. Die Einstufung ist nach Eilanträgen der AfD vorerst ausgesetzt. (Quelle: Christoph Reichwein)

Mehrere Initiativen in Aachen unterstützen eine Kampagne für ein Parteiverbot. Sie fordern die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen zum Handeln auf.

Das Bündnis „AfD-Verbot jetzt“ fordert die NRW-Landesregierung um Ministerpräsident Hendrik Wüst auf, sich im Bundesrat dafür einzusetzen, dass das Bundesverfassungsgericht ein Parteiverbotsverfahren gegen die AfD einleitet. 52 Initiativen aus 29 NRW-Städten haben sich für das Vorhaben vereint.

Auch in Aachen unterstützen mehrere Initiativen, angeführt von den „Omas gegen Rechts“, die Aktion. „Wir wollen weiter in einem offenen Land leben. Nordrhein-Westfalen als das bevölkerungsreichste Bundesland mit einer starken Wirtschaft und einer vielfältigen Gesellschaft muss endlich handeln. Viel Zeit haben wir nicht mehr“, sagt Christiane Kreber von den „Omas gegen Rechts“ in einer Pressemitteilung.

Sie verweist außerdem darauf hin, dass die AfD im Mai 2025 vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft wurde und die Partei laut dem „Lagebild Rechtsextremismus NRW“ Verbindungen zu rechtsextremen Gruppierungen aufweist. „Die Partei hat inzwischen hinreichend Einfluss gewonnen und Geldquellen erschlossen, um ihre antidemokratische und menschenverachtende Propaganda in Taten umsetzen zu können“, so Kreber.

Das Bündnis hat in Nordrhein-Westfalen eine Unterschriften-Aktion auf der Online-Plattform „WeAct“ gestartet, bis zum Sommer sollen 100.000 Unterschriften zusammenkommen. Mehr als 70 Erstunterzeichner, darunter auch bekannte Namen wie Komiker Hape Kerkeling, fanden sich, um dem Appell Aufmerksamkeit zu verleihen.

Aus Aachen haben die Kabarettisten Hubert vom Venn und Manni Hammers, DGB-Gewerkschaftssekretär Ralf Woelk sowie die RWTH-Professoren Thomas Niehr und Marco Lübbecke unterschrieben. Stand Dienstag sind es mehr als 20.000 Unterschriften.