Seit April 2025 gibt es die Brasserie Bateau, mittlerweile gibt es ein eingespieltes Team. Die Küche ist natürlich französisch geprägt, auf der normalen Karte (mit Klassikern wie Bouillabaisse à la Brasserie Bateau, Moules-frites oder Coq au Vin de Bourgogne) noch mehr als bei den fünf Gängen im Kochsternstunden-Menü: die trugen zwar (Marke, Baby, Marke!) französische Bezeichnungen, würden aber auch mit deutschen Begriffen unter dem allgemeinen Label „lecker-mediterran“ durchgehen. Nur dass das wegen des unbeliebten Wortes „lecker“ nie jemand so schreiben würde… Wir tun das ja auch nicht und nehmen stattdessen sehr gerne das uns vom Gastrosophen Carl Friedrich von Rumohr geschenkte Wort leckerhaft.
Es gibt einen doppelten Start in den Abend. Der erste kam erfreulich schnell mit allem, was man braucht, um gut anzukommen: es gibt Wasser aus einer glucksenden Karaffe, es gibt ein Glas Crémant aus dem Limoux, es gibt Brot und Butter (genauer: Café de Paris). Dabei kann man es sich gut gehen lassen und schauen, ob man seetüchtig (oder heißt das auf einem Fluss: flusstüchtig?) ist. Denn das vorbeirauschende Wasser der Elbe hat schon den ein oder anderen Gast verwirrt. Vorteil des Abendbesuchs: irgendwann ist’s dunkel, dann ist das egal. Aber ehe es dunkel wurde, servierte uns (den ganzen Abend über heiter-gelassen und fachkundig) Katherina Robitzki eine gratinierte Auster: unter einer abgeflämmten Café-de-Paris-Schicht war die Auster noch fast roh, ein schönes Geschmackserlebnis.