Anderes Thema: Getränkebegleitung. Warum da oft so lustlos Weine angeboten werden, die dem doch eher anspruchsvollen Essen gar nicht gerecht werden, ist mir ein Rätsel. Na klar, eine Antwort ist: Weine, die im Einkauf 5 € pro Flasche kosten und dann für 8 € im 0,1-l-Glas verkauft werden, bringen mehr Profit. Aber mit Sicherheit keine Kundenbindung zu Gästen, die das erstmals in so einem Restaurant erleben (Fans kommen ja immer wieder, sonst wären sie keine Fans).

Und auch wenn sich da gerade einiges tut: das gilt auch für die alkoholfreie Getränklebegleitung. Die kann man mit Sachverstand und Liebe gestalten oder eben mit einfachsten Mitteln. Wo es nach meinen (meistens: unseren) Erfahrungen besonders war, steht unten bei den Menüs.

Wie immer noch eine kurze Lesehilfe für das Degustationsmenü: Es fasst die be-merkens-werten Gänge zusammen, nennt also das, was einem (mir) bei der Frage „Was war denn das Beste an dem Abend?“ auch noch nach einigen Tagen einfällt. Der Versuch, in dieser Liste ein Restaurant höchstens einmal auftauchen zu lassen, kann als misslungen betrachtet werden: das war der Plan, hat aber nicht geklappt. Es gab sogar drei Menüs, die ich am liebsten so wie sie waren komplett noch einmal gegessen hätte. Die hätte ich also auch so aufschreiben können – aber das wäre ja weniger spannend dann.

PS: Dieser Text erschien vor Bekanntgabe und unabhängig von der offiziellen Auswertung des Wettbewerbs.