Bei den Opfern handele es sich um Zivilisten. Es sei ein Brand ausgebrochen und der Grenzübergang vorübergehend geschlossen worden. Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Hafenstadt Mykolajiw wurde den Behörden zufolge ein Mensch getötet sowie Hafen-, Transport- und zivile Infrastruktur beschädigt.
Russland: Tote bei ukrainischen Drohnenangriffen auf Noworossijsk
Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind in der südrussischen Hafenstadt Noworossijsk mindestens vier Menschen getötet worden. Weitere 29 Menschen seien verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, bei Telegram mit. Drei der Verletzten sind demnach in einem ernsten Zustand. Es habe Schäden an acht Wohnhäusern und einem Kindergarten gegeben.
Noworossijsk ist ein Sitz der russischen Schwarzmeerflotte. Anflüge ukrainischer Drohnen sind Angaben örtlicher Behörden nach auch auf die Badeorte Gelendschik und Anapa südlich und nördlich von Noworossijsk registriert worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Wadephul an Russland: „Ausdruck von Verzweiflung“
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat Äußerungen seines russischen Kollegen Sergej Lawrow zu angeblichen deutschen Kriegsabsichten nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle scharf zurückgewiesen. „Wir wissen ganz genau, und Sergej Lawrow weiß natürlich auch, dass Russland diese Sache in Leipzig gemacht hat – und dass wir darauf reagiert haben, darauf reagieren mussten“, sagte Wadephul im am Dienstagabend veröffentlichten Podcast „Ronzheimer“ mit Bezug auf den Russland zugeschriebenen Anschlagsversuch.
Anfang August war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden, in deren Nähe sich ukrainische Frachtflugzeuge befunden hatten. Die Bundesregierung macht Russland für den Anschlagsversuch verantwortlich und kündigte die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn sowie des russischen Kulturzentrums in Berlin an. Lawrow sagte daraufhin am Sonntag, Berlin wolle „wieder Krieg“ gegen sein Land führen.
Wadephul sagte in dem Podcast weiter, dass Lawrow seine Äußerung ausgerechnet am Wahltag in Sachsen-Anhalt getätigt habe, sei möglicherweise in der Absicht geschehen, für weitere Verunsicherung zu sorgen. „Wir müssen damit umgehen, dass diese russische Regierung in allen Möglichkeiten, die sie hat, versucht, auf unsere Gesellschaft einzuwirken.“ Deutschland lasse sich aber nicht einschüchtern. Lawrows Äußerungen sind nach Ansicht des Ministers auch „Ausdruck einer gewissen russischen Verzweiflung“. Der Ukraine-Krieg „sollte in wenigen Tagen erledigt sein – und jetzt ist man im fünften Jahr“, sagte Wadephul.
Loading…
Loading…
Loading…
