Im Vorfeld des Europatags am 9. Mai begrüßten die neunten Klassen der Robert-Schuman-Realschule die SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter. Sie diskutierte laut Mitteilung mit den Schülern über aktuelle europapolitische Themen sowie über ihre Begegnung mit Papst Franziskus und zeigte auf, warum Europa viel mehr ist als nur ferne Bürokratie.

Politikerin will für Europa begeistern

Dass ausgerechnet eine Schule in Waldshut den Namen des französischen Visionärs Robert Schuman trägt, verlieh dem EU-Projekttag einen besonderen Rahmen. Für die rund 70 Schüler war der Besuch der Abgeordneten laut Angaben kein trockener Politikunterricht, sondern ein direkter Austausch über die Welt von morgen. „Frieden ist keine Selbstverständlichkeit“, betonte Schwarzelühr-Sutter mit Blick auf die aktuelle Weltlage. Doch die Politikerin wollte nicht nur mahnen, sondern auch begeistern. Europa, das sei für die junge Generation vor allem die Freiheit im Rucksack: Ob mit dem Interrail-Pass einen Sommer lang den Kontinent entdecken oder durch Erasmus+ während der Ausbildung oder des Studiums Auslandserfahrungen sammeln – diese Programme machten den europäischen Zusammenhalt erst erlebbar.

Rita-Schwarzelühr-Sutter gab den Realschülern einen Einblick in ihre Arbeit und das Wirken in Europa.  Rita-Schwarzelühr-Sutter mit einigen Schülern vor der Realschule Waldshut.

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Rita-Schwarzelühr-Sutter gab den Realschülern einen Einblick in ihre Arbeit und das Wirken in Europa. Rita-Schwarzelühr-Sutter mit einigen Schülern vor der Realschule Waldshut.
Foto: Büro Schwarzelühr-Sutter

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Rita-Schwarzelühr-Sutter gab den Realschülern einen Einblick in ihre Arbeit und das Wirken in Europa. Rita-Schwarzelühr-Sutter mit einigen Schülern vor der Realschule Waldshut.
Foto: Büro Schwarzelühr-Sutter

Dass die Jugendlichen das Thema sehr konkret begreifen, zeigten ihre Fragen, die laut Mitteilung weit über den Tellerrand hinausgingen. So kam die Sprache auf die Suche nach einem Atommüll-Endlager, die gerade hier am Hochrhein für Zündstoff sorgt. Hier unterstrich sie die Verantwortung von Politik und Gesellschaft, weil Tausende von Generationen mit dem Atommüll belastet werden. Auch die digitale Welt der Schüler spielte eine Rolle. In der Diskussion um Sicherheit im Netz und mögliche Klarnamenpflicht wurde deutlich: Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein, doch die Grundrechte müssen gewahrt bleiben.

Videoschalte mit US-Präsident und Treffen mit Papst

Persönlich wurde es, als die Sprache auf die Begegnungen der Abgeordneten kam. Ob eine Videoschalte mit US-Präsident Joe Biden oder ein persönliches Treffen mit Papst Franziskus – die Schüler erhielten Einblicke in eine Welt, die sonst weit weg scheint. Dabei verhehlte die gebürtige Waldshuterin nicht, dass ihr eigener Weg in die Politik eher ein Zufall war. Über die Anti-Atom-Bewegung kam sie zum Engagement, getrieben von der Einstellung: „Machen statt nur meckern.“

Am Ende des Vormittags blieb laut Mittelung die Erkenntnis: Das „Wunder Europa“ lebt nicht nur von Verträgen in Brüssel oder Straßburg, sondern vom Mitmachen vor Ort. Schwarzelühr-Sutter verabschiedete sich mit einem Appell an die Neuntklässler, die Zukunft aktiv mitzugestalten. Ihr Fazit für den Tag: „Wir alle sind Europa.“