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Glückwunsch zum ersten Sieg beim ESC! Ihr seid ja schon seit Jahren auffällig oft vorn dabei beim Eurovision Song Contest. 2007 war es Platz 5, 2016 schon Platz 4, 2017 dann Platz 2. Durch eure Adern fließen Melodien statt Blut, den bulgarischen Kindern werden zum Frühstück statt Nutellabrötchen heiße Rhythmen serviert, eure Hauptstadt Sofia schwebt auf einer Wolke aus Wohlklang und in euren berühmten Schopska-Salat kommt immer ein Schuss Bangaranga hinein. Oder woran sonst könnte es liegen?

Bei uns läuft es seit Jahren gar nicht gut beim ESC. 440.000 von euch Bulgaren leben in Deutschland, ihr seid bei uns eine der am schnellsten wachsenden Bevölkerungsgruppen aus der EU.

In den USA spielen Afroamerikaner eine zentrale Rolle in der Popmusik, wie wäre es, wenn ihr das bei uns macht? Elvis hat viel von der schwarzen Musik gelernt und wurde so Weltstar. Er bewegte die Hüften wie ein Schwarzer. Und wenn – es ist nur so eine Idee – Florian Silbereisen beim nächsten ESC versucht, seine Hüften wie eine Bulgarin zu bewegen?

Unser Kanzler Friedrich Merz würde seine Kinder, wie er betont, nicht in den USA studieren lassen. Die deutschen Unis sind aber zum Teil baufällig inzwischen. Da wäre es doch eine prima Alternative, wenn die Kinder von Friedrich Merz jetzt in Bulgarien schleunigst Musik studieren, oder? ESC, wir schaffen das.

Herzliche Grüße

Harald Martenstein

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