Babler sprach bei Song-Contest-Termin von “Kraft durch Freude”, FPÖ kritisiert


CasualStockbroker

6 comments
  1. **Das Zitat des Kulturministers, das an eine Nazi-Organisation denken lässt, wurde auf der Website zur Veranstaltung umformuliert**

    Einschlägige und böse Absicht unterstellen ihm dafür nicht einmal Kritiker. Wohl aber den Vorwurf der Kontextvergessenheit muss er sich gefallen lassen: Ein verbaler Fehltritt unterlief Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) vergangenen Mittwoch bei der Präsentation des Begleitprogrammes zum in zwei Wochen in Wien stattfindenden Song Contest. Kulturinstitutionen des Bundes wie das Burgtheater und das Naturhistorische Museum stellten dort den Musikwettbewerb flankierende Events vor. Von Sonderschauen bis hin zu Sing-Alongs reicht das Angebot. Babler lobte dabei das Motto des ESC. “United by music: Diese vereinigende Kraft durch Freude, Offenheit und Vielfalt – das ist die wunderschöne Idee des ESC”, sagte er (ab Minute 5:20).

    Auf der Website des Ministeriums findet sich dieser Satz inzwischen anders formuliert: “United by music: Vereint durch Freude, Offenheit und Vielfalt – das ist die wunderschöne Idee des ESC.” Denn “Kraft durch Freude” war eine NS-Organisation. 1933 gegründet, sollte sie als Unterorganisation der Deutschen Arbeitsfront die “Bildung einer wirklichen Volks- und Leistungsgemeinschaft aller Deutschen” vorantreiben.

    Link zum Video: [https://www.youtube.com/watch?v=kYBHvMbK378](https://www.youtube.com/watch?v=kYBHvMbK378)

    Die FPÖ reagierte per Aussendung empört. “Babler hat damit wieder einmal eine Nabelschau seiner dürftigen intellektuellen Fähigkeiten gehalten”, so deren Generalsekretär Christian Hafenecker. Ausgerechnet der Chef der SPÖ, die “bei jeder Gelegenheit die ‘Nazi-Keule’ gegen politische Mitbewerber schwingt und überall Rechtsextremismus wittert, verwendet nun selbst einen Begriff, der eine nationalsozialistische Massenorganisation bezeichnete”.

    Kritik äußert die FPÖ auch daran, dass der Wortlaut des Zitat auf der Website zur Veranstaltung kommentarlos geändert wurde. (red, 27.4.2026)

  2. Die „Nationale Heimatpartei“ möge bitte ihre Nazifresse halten.

  3. Die Reaktion verwundert halt nicht, wennst sonst der erste bist der aus solchen Sachen einen Eklat macht. Is schlicht a Steilvorlage.

    Man stelle sich vor, das hätt ein Kickl oÄ gsagt, da wär wieder drei Tag keine Ruh’ auf Reddit.

  4. Das darf einem SPÖ Politiker einfach nicht passieren. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

  5. Meines Erachtens mangelnde Allgemeinbildung, oder er hatte so viele Gedanken im Kopf, dass er vergessen hat, was es damit auf sich hat. Von einem österreichischen Spitzenpolitiker muss man sich aber ein gewisses historisches Bewusstsein erwarten können. Die Kritik vonseiten der FPÖ, obwohl berechtigt, entbehrt natürlich nicht einer gewissen Ironie.

  6. wirklich keine Meisterleistung. Aber im Umkehrschluss dürfen wir also bei “missverstandenen Aussagen” der Effen dann Häupl’s Law anwenden, oder? Also “Entweder is er a Nazi oda a Trottl”

    Nicht, dass die Effen bereit wären konsequente Anwendung von prinzipien zu akzeptieren, aber eigentlich warad’s der logische Schluss.

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