
Nach den Einschränkungen für unter 14 jährige frage ich mich immer öfter, ob das Internet an sich für Jugendliche in Summe einen Vorteil bietet. Wenn man Kinder und Jugendliche irgendwo sieht, dann ist eines stets aktiv dabei: das Handy. Ausnahmslos. Immer.
Für Big Tech sind sie vor allem eines: eine leicht manipulierbare Ware
Neben den klassischen extremistischen rechten, linken und islamischen Inhalten in Österreich kommt nun noch eine weitere (s. Link) hinzu. Kann das ein Mensch der noch in der Entwicklung ist ohne dauerhafte Schäden aushalten? Beeinträchtigt das seine Lebensfreude? Überwiegen hier die Nachteile nicht doch gegenüber den Vorteilen?
Das ist keine Verbotsfrage, Boomer Diskussion oder Früher-war-alles-besser. Mich würden grundsätzlich mal die Gedanken und die Wahrnehmung interessieren. Insbesondere von jenen, die vielleicht selbst Kinder in der Alterskategorie haben.
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Wels40m
4 comments
Mich würde interessieren, was noch alles passieren muss, bis Eltern die Verantwortung für ihre Kinder im online Raum übernehmen. Es gibt etliche technische Möglichkeiten, Kinder im online Bereich zu schützen. Man kann Seiten sperren, Bildschirmzeit limitieren, MDM Lösungen, keine Smartphones mit 10 Jahren, das Gerät überwachen.
Es interessiert die Eltern schlicht nicht und sie wollen sich keinen Bären aufbinden. Eingeschränkt und überwacht werden dann wieder alle mündigen Bürger im Zuge des “Kinder- und Jugendschutzes”.
Weg mit den ganzen Antisozialen Netzwerken aus ganz Europa… ich bin es nur mehr leid…. keinerlei positiver Verwendungszweck und mach nicht nur unsere Jugend kaputt.
Es ist tatsächlich erschreckend, wie sorglos Kinder mit diesen Geräten ausgestattet werden, obwohl inzwischen bekannt ist, welche Player, Interessen und Mechanismen dahinterstehen. Wir haben ein zehnjähriges Mädchen. Sie hat Zugang zu von uns kontrollierten Medien (Filme, Serien und Spiele) und darf ansonsten in unserer Anwesenheit auf Google Sachen recherchieren. Wir müssen häufig mit ihr über Werbung, manipulative Mechanismen, Identitätsschutz und Datenübermittlung sprechen, obwohl sie keine sozialen Medien benutzt – allein im Rahmen dieser „eingeschränkten“ Nutzung! Unsere Tochter wird nie ein eigenes Handy von uns erhalten, ihr steht ein Dumb Phone (die sie fast nie braucht) zur Verfügung und Tablets/PCs/Spielkonsolen kann sie gern in Begleitung/in gemeinsamen Räumen verwenden. Wir erinnern sie immer, das sie nicht zu lange Zeit damit verbringen soll – draußen spielen und Bücher lesen werden gern als Alternativen angenommen. Es ist traurig, wie viele Dinge designed werden – das Suchtpotenzial ist gigantisch und wir haben ein massives Public-Health-Problem in unseren Händen, vor allem für die jüngeren Generationen. Wir sehen es als unsere Verantwortung, die Risiken so gut wie möglich zu minimieren – in dem Wissen, dass sie vielleicht später deshalb von gewissen Kindern oder Kreisen ausgeschlossen wird, wenn sie nicht auf Social Media ist. Besser diskriminiert und ausgeschlossen, als durch u. a. meine Hand suchtkrank und psychisch krank gemacht.
Was für ein Interesse sollte Big Tech daran haben 14 jährige zu manipulieren? Haben doch kaum Geld zur Verfügung.