
Etwa 9 Prozent der Erwerbstätigen in Österreich sind "Working Poor" – das heißt, ihr Nettoeinkommen liegt trotz dauerhafter Erwerbstätigkeit unter 1.800 Euro.
Besonders viele Betroffene gebe es Schenk zufolge in Niedriglohnbereichen wie im Handel und der Reinigung sowie bei Selbstständigen und Scheinselbstständigen. „Es ist die Grafikerin, der Zeitungsverkäufer, der Paketzusteller, der Essenslieferant, die Therapeutin. Es sind unsichere Jobs, prekäre Jobs, die oft nicht richtig versichert sind oder auf Honorarnoten basieren“
Das neue Budget belastet diese Personengruppe zusätzlich:
So würden im Zuge der Budgetkonsolidierung höhere Abgaben, etwa für die Arbeitslosenversicherung, genau „Working Poor“ treffen. „Die haben jetzt eine Lohnkürzung von 30 bis 45 Euro im Monat.“
Und natürlich betrifft dies überdurchschnittlich Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft, die hart arbeiten, wenig dafür bekommen und politisch nicht mitbestimmen können – und bei geringem Einkommen auch keine Chance haben, dass sich das ändert. Ebenfalls besonders betroffen sind Familien mit mehreren Kindern und solche, wo die Frau die Hauptverdienerin ist.
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Fancy-Elk-9534
5 comments
“Die Armutsgrenze liegt bei € 1.800 im Monat?”
– ich, der soeben festgestellt hat, dass er den Großteil seines Lebens in Armut verbracht hat
Laut den Neoliberalen in diesem Sub gibt es ja keine signifikante Armut in Österreich….
Dieses System entfremdet Menschen nicht nur von ihrer Arbeit nein es kann auch nicht die Bedürfnisse der Bevölkerung sichern, jeder sollte sich fragen, ob ein solches System erhaltenswert ist.
Tja. Reichensteuer könnte entlasten, aber lieber lässt man wieder diejenigen draufzahlen, die eh schon wenig verdienen/Vermögen besitzen.
Das war doch von Anfang an so gewollt?
Die Regierung Maßnahmen der letzten Jahren schaffen genau das, mehr Armut und weniger Arbeitsplätze. Und auch zukünftig schaut es aus ob wir es genau so weiter machen.
Leben in Österreich ist ein Glückspiel. Günstige Miete oder Erbe machen halt mehr aus wie 500 Euro netto mehr im Monat.
Dann sollens mal schauen, dass die Leute vernünftig entlohnt werden. Wenn ich dran denke was meine bessere Hälfte früher als Gehilfin in einer Anwaltskanzlei verdient hat wird ma schlecht.