
Wie seht ihr die Sache?
Darf ein Hotel bestimmte Gäste mit Burkini von der Benutzung des Pools ausschließen oder handelt es sich hierbei um eine unzulässige Diskriminierung?
Man darf gespannt sein wie das Gericht in diesem Fall entscheidet.
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Classic_South_5374
21 comments
Ein privates Hotel kann doch auch Leute ausschließen, nur weil sie eine schiefe Nase haben, oder?
Voll bekleidet ins Schwimmbecken is halt einfach ein bissl grauslich.
Das Bakterien-Argument halte ich für sinnlos. Die meisten Bakterien sind auf der Haut, nicht auf der Badekleidung. Eine Frau dürfte ja auch im Einteiler mit Badehaube baden. Ein Burkini hat da auch nicht viel mehr Stoff.
Man kann regeln, mit welcher Bekleidung (lang, kurz, Art des Stoffes, …) man ins Bad darf. Ob das jetzt ein Neoprenanzug, eine Jeans und ein Wollpullover ist, die dieser Regel nicht entsprechen, oder ein Burkini, ist keine Diskriminierung
Es ist vermutlich nicht explizit ein Burkini verboten sondern langärmelige Schwimmbekleidung. Auch als Mann darf ich keinen Schwimmanzug aus dem Jahr 1920 oder einen modernen Neoprenanzug anziehen.
Es gibt auch genügend Schwimmhallen die bei Männern Badeshorts verbieten und wo man(n) nur in hautenger Schwimmhose rein darf.
Fällt wohl unter Hausordnung, ich sehe keine Diskriminierung.
In Frankreich würden sie Männer rausschmeißen, die so wie bei uns längere Bermuda-Badehosen tragen, dort sind nur die knappen Badehosen erlaubt die die meisten aus dem Schwimmsport kennen. Dafür bleibt man in der Sauna angezogen. Entweder ich halte mich an deren Hausordnung, oder ich kann wieder gehen.
Versteh ich.
Als Hotelier würde ich auch nicht meine Gäste mit etwas behelligen wollen, das in unserer Kultur nichts verloren hat und Symbol der Unterdrückung der Frau ist.
Ein (fast) nackter Lörper ist etwas absolut Natürliches und Normales.
Wo wird dann eigentlich die Grenze zwischen Burkini und UV Schutz gezogen?
In Asien fand ich (als Mann) die UV mode zeitweise tatsächlich ganz angenehm.
Ein Privater / Hotel kann in seinen Pool lassen wenn er / es will denk ich, bzw an den Poolbesuch Bekleidungsvorschriften knüpfen. Badehaubenpflich wie es früher üblich war / ist ist im Grunde auch nix anderes.
Bei öffentlichen Anlagen sicher eine andere Gschicht.
Schon a gewisse diskriminierung. Reine gehässigkeit weil plausiblen grund gibt es nicht um ein verbot zu rechtfertigen
Das gefällt nagelpilz peter und bierbauch uwe
Ich sehe hier kein Problem. Es wurde vonseiten des Hotels klar kommuniziert und ein Hotel darf jeden Badegast mit als unangemessen wahrgenommener Badebekleidung die Benützung eines Pools untersagen. Wenn ich mein Nudelsieb als Badehaube verwende, weil das meiner Interpretation meiner Religion entspricht, wird mir wahrscheinlich auch die Nutzung einiger Pools nicht erlaubt werden.
Dürft ich im Neoprenanzug rein? Falls ja, ist es halt ziemlich dasselbe
Warum darf kein Gast mit seinem nacktem Beidl am Pool sitzen. Diskriminierung des Beidls.
Im privaten Raum kann grundsätzlich gemacht werden, was man will – also aus Sicht des Eigentümers. Das ist kein öffentlicher Platz, wo nur die allgemeine Gesetzeslage gilt.
Das Argument “Hygiene” ist ein Schmarrn, die Dinger sind aus dem gleichen Material wie Badeanzüge, kleineren Kindern zieht man aus UV-Schutz-gründen auch manchmal langärmelige Schwimmsachen beim Pool an. Ich denke solche Verbote sind immer ausschließlich dazu da um zu diskriminieren und sich dann lächerlich draus reden zu können. Die sollen wenigstens genug Rückgrat haben um offen zu ihrem Hass zu stehen statt sich hinter so albernen Ausreden zu verstecken.
Als Migrantin zweiter Generation aus einem nicht muslimischen Nachbarland sehe ich es schon als wichtig sich zu integrieren, verstehe viele Teile dieser Kulturen nicht. Ich finde es nicht richtig, jungen Mädchen und Frauen beizubringen ihre Körper seien Schuld an den Gedanken der Männer und müssen verhüllt werden.
Trotzdem, was für Klamotten andere anhaben kann mir sowas von wurscht sein. Ja es fällt auf und macht einem in solchen Momenten eben bewusst, dass es nicht nur Österreicher und Christen in diesem Land gibt. Ganz was Neues. Aber die Leute wollen das vermutlich gerne vergessen, weil es sie ärgert oder besorgt. So quasi “die sollen mir ihre Religion ned aufs Aug picken”
Erst vor einigen Monaten der Artikel über das Eintrittsverbot einer muslimischen Frau in einem Restaurant wegen ihrer Kopfbedeckung (ich hasse die Heute Zeitung aber ich find grad keinen anderen Artikel der keine Paywall hat: [https://www.heute.at/s/feier-abgesagt-kopftuchverbot-in-salzburger-szenelokal-120163015](https://www.heute.at/s/feier-abgesagt-kopftuchverbot-in-salzburger-szenelokal-120163015) )
Auch hier war die Begründung fadenscheinig, “Wir diskriminieren nicht, es sind auch andere Klamotten verboten im Dresscode, zB Schlapfen und Trainingsklamotten” sprich sie behaupten das Kopftuch ist stillos und hat in einem gehobenen Restaurant nix zu suchen. Soweit ich weiß kann man ein solches Kopftuch perfekt in ein elegantes Outfit einfügen und es ist nicht die gleiche Kategorie an “unangemessener” Kleidung wie die anderen erwähnten Freizeitklamotten.
Gut dass das durch die Instanzen geht. Muss entweder durch die Gerichte klargestellt werden oder dann im Nachgang ggf. durch den Gesetzgeber.
Bekleidete Personen im Pool ist ausgesprochen unangenehm. Am Foto sieht man ja gut dass es sich hier um Kleidung (Minirock) handelt.
Das hygiene argument ist schwachsinn. Was soll an ein bissl extra stoff weniger hygienisch sein als an einem bikini? Und wieviel stoff ist denn die grenze ab der baktieren sich plötzlich besser vermehren können?
Schwierig. Ich sehe es als Hausrecht eine gewisse Kleiderordnung einfordern zu können. Nachdem die aber nirgendwo niedergeschrieben ist sondern im Einzelfall vom Personal mitgeteilt wird bedeutet das, dass eine gewisse Willkür möglich ist, und damit Grund genug um sich wegen Diskriminierung zu wehren. Als Gast sollte man erwarten können mit Badegewand einen Hotelpool nutzen zu können. Wenn der Pool als Annehmlichkeit beworben wird sollten spezielle Ausnahmen entsprechend auch irgendwie schon beim Buchen ersichtlich sein. Z.b. auf der Website stehen.
1. Das ist bereits durch die Hausordnung geregelt.
2. Der Burkini stellt für mich eine Form der Selbstbeschränkung (bzw. Selbstverstümmelung) dar. Sich im Schwimmbad, einem Ort, an dem man sich eigentlich abkühlen und frei bewegen möchte, vollständig zu verschleiern, halte ich für maximal unsinnig.
3. Welche Auswirkungen hat das auf das Selbstbewusstsein von Frauen?
4. Sind Frauen verantwortlich dafür, wenn Männer sich nicht benehmen können?
5. Stichwort: Toleranzparadoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Na hoffentlich wird der Fall übermäßig aufgeblasen. Dann darf kein Neoprenanzug ins Hallenbad und kein Burkini. Zusätzlich noch die Leiberl wenn ma schon dabei sind.
Darf man fragen was die Beweggründe der Frauen für das Tragen dieser Bekleidung und keiner anderen sind?